Informationen  

   

Pädagogisches Konzept

 

 

 

Der Offenen Ganztagsschule

In der Grundschule Kaan-Marienborn

Ab dem Schuljahr 2007/2008

 

 

Stand: 03.03.2017

 

 

 


GLIEDERUNG

 

1.0 Informationen zur Schule

1.1     Schulporträt der Grundschule Kaan-Marienborn

1.2     Pädagogische Leitlinien der  GS Kaan-Marienborn

1.3     Betreuungssituation

 

2.0 Rahmenbedingungen

                2.4 Leitziele unserer OGS

                2.5 Chancen und Angebote

                2.6 Raumkonzept

                2.7 Personalplanung

                2.8 Finanzplanung

 

3.0 Tagesstruktur

                3.1     Betreuung vor dem Unterricht

                3.2     Unterricht am Vormittag

                3.3    Zeitstruktur der Betreuung

                3.3.1  Freispiel

                3.3.2  Mittagessen

                3.3.3  Hausaufgabenbetreuung

                3.3.4  AG-Angebote

 

               4. Weitere konzeptionelle Gegebenheiten

                                 4.1     Zusammenarbeit Schule – Offener Ganztag

                                 4.2     Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf

                                 4.3     Partizipation

                                 4.4     Elternmitwirkung 

                                 4.5     Ferienbetreuung

                                 4.6     Weiterbildungen

                                 4.7     Qualitätsmanagement

Informationen zur Schule

1.1 Kurzporträt der Grundschule Kaan-Marienborn

An unserer Grundschule werden im Schuljahr 2016/2017 momentan 173 Kinder in 8 Klassen unterrichtet. Das Team der Grundschule Kaan-Marienborn besteht aus 14 Lehrerinnen und Lehrern, darunter einem Sonderpädagogen. Weiterhin gehören die Schulsekretärin und der Hausmeister dazu.

Zum Einzugsgebiet der Schule gehören der industriell geprägte Ort Kaan-Marienborn sowie die eher ländlichen Ortsteile Feuersbach, Volnsberg und Breitenbach. Im Einzugsbereich der Schule liegen zwei Kindertagesstätten, und zwar eine in Kaan-Marienborn und die andere in Volnsberg.

Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist eher gering (ca. 15 %). Zunehmend beobachten wir jedoch, dass Kinder aus sozial belasteten Familien kommen, deren Eltern immer häufiger Unterstützung benötigen, angemessen auf die Bildungs- und Zuwendungsbedürfnisse ihres Kindes zu reagieren. So wurde in den letzten drei Jahren in der Elternarbeit ein erhöhter Beratungsbedarf festgestellt, der dazu führte, die Kontakte zu außerschulischen Beratungseinrichtungen zu intensivieren (beispielsweise zum ASD, zur Kinderklinik, zu Tageseinrichtungen oder zu Beratungsstellen).

Seit dem Schuljahr 2007 findet wieder Gemeinsames Lernen (GL) für Kinder mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten (Sehen, Hören, emotionale und soziale Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Lernen, Sprache und geistige Entwicklung) statt. Derzeit werden 10 Kinder in 6 Klassen integrativ sonderpädagogisch unterstützt.

Die Schule befindet sich seit Beginn des Schuljahres 2009/2010 nach einer längeren Bauphase in einem Gebäude, die Ganztagsbetreuung im anderen Gebäude. Es stehen zusätzlich zu den Klassenräumen zwei Fachräume zur Verfügung: Der Musikraum (mit kleinem Foyer) und der Kunst- & Werkraum. Die Schülerbücherei, der Lehrmittelraum und der Förderraum sind zurzeit provisorisch in der Aula bzw. im Kunstraum eingerichtet, in dem zeitweise auch Kleingruppenförderung stattfindet. Seit dem Jahr 2012 ist im Untergeschoss der Schule ebenfalls ein Sanitätsraum zu finden.

Die Grundschule Kaan-Marienborn verfügt über eine Turnhalle und ein größeres Außengelände, welches zu Sportzwecken genutzt werden kann.

Das Schulgelände ist so gestaltet, dass es den Ruhe- und Bewegungsbedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entspricht: Es ist eine Spielzone mit verschiedenen Spielgeräten vorhanden, auf dem Schulhof befinden sich 4 Bauminseln mit Bänken als Ruhezone, hinter dem weißen Gebäude befindet sich ein Fußballfeld und eine Kletterwand ist ebenfalls vorhanden. Desweiteren lädt eine große Schulwiese zum Spielen ein. In näherer Umgebung der Schule befinden sich ein Freibad und ein Sportplatz.


1.2  Pädagogische Leitlinien der Grundschule Kaan-Marienborn

Der von der Landesregierung propagierte Anspruch der Individuellen Förderung für jedes Kind ist in unserem Schulprogramm deutlich verankert:

Gemeinsam leben und lernen – individuelle Lernwege gehen

Demzufolge bildet der Arbeitsschwerpunkt Individuelle Förderung einen Schwerpunkt schulischer Entwicklungsarbeit. Bei uns steht das Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt, d.h. jedem Kind muss die Chance eingeräumt werden, auf seinem individuellen Lernweg optimal gefördert zu werden.

Das Unterrichten von Kindern mit besonderen Förderbedürfnissen sehen wir als Chance und Herausforderung, gemeinsam mit- und voneinander zu lernen, gemeinsam zu leben und sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.

Die Erziehung zu selbstständigem Lernen (beispielsweise in Form von Tages- und Wochenplänen, Freiarbeit, kooperative Lernformen, Projektarbeit, etc.) im Rahmen von geöffnetem Unterricht unterstützt dieses Anliegen. Dabei nehmen wir jedes Kind mit seinen individuellen Bedürfnissen wahr. In enger Kooperation mit den Kindertagesstätten holen wir die Kinder dort ab, wo sie stehen.

Die selbstständige Beschaffung und Verarbeitung von Informationen ist ebenfalls ein wesentlicher Lernbaustein. In den Medienecken der Klassen oder an Laptops findet das Lernen mit den „Neuen Medien“ statt. In einem differenziert ausgestalteten Medienkonzept wird dargestellt, wie die Kinder in diesem Lernbereich schrittweise ihre Medienkompetenz ausbauen können.

 

Den Aspekt des gemeinsamen Lebens in der Grundschule regen wir durch vielfältige Schulveranstaltungen im Jahresverlauf an: Einschulungs- und Abschlussfeiern, Schulversammlungen, ökumenische Gottesdienste, Schulfeste, Projektwochen, Theater- und Konzertbesuche, das Einbeziehen von Kunstausstellungen oder Museen, Sportwettbewerbe, Elterncafés, Exkursionen, Wanderungen etc.

Den Höhepunkt für die Kinder stellt die Abschlussfahrt nach Wangerooge dar, wo seit etwa 25 Jahren ein einwöchiger Schullandheim-Aufenthalt stattfindet.

Bei all diesen Unternehmungen kooperiert die Schule mit zahlreichen außerschulischen Partnern, die durch ein verlässliches Beziehungsnetz die schulische Arbeit unterstützen.

Dass wir eine Schule im Ort sind, wird durch die stetige Bereitschaft außerschulischer Partner (z.B. Gontermann und Peipers) dokumentiert, einzelne Projekte (z.B. „Cool Strong Kids“) finanziell zu fördern. In der Elternschaft ist ebenfalls ein verlässlicher Rückhalt zu bemerken, der sich auch auf der Ebene des Fördervereins durch aktive Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen und Projekten ablesen lässt.

Das Miteinander innerhalb der Schulgemeinschaft ist demokratisch geprägt. Eine vertrauensvolle Kooperation ist uns sehr wichtig. Darum bemühen wir uns, die Kinder zu Toleranz und einem respektvollem Miteinander zu erziehen.

Wir begreifen unsere Schule als „Haus des Lernens“; in unseren Räumen soll eine angenehme Atmosphäre das Lernen unterstützen, daher sind die Räume ansprechend gestaltet, sodass Kinder und Erwachsene sich in der Schule wohl fühlen können.

Der Unterrichtfindet traditionell im Klassenverband statt. In allen Jahrgangsstufen besteht eine enge Kooperation der jeweiligen Klassenlehrer, sodass für Chancengleichheit und Transparenz gesorgt ist. Die Absprachen betreffen die Unterrichtsinhalte, die Leistungsmessung, die Elternberatung und die gegenseitige Beratung bei Problemfällen. Stoffverteilungspläne und ein Vertretungskonzept sorgen dafür, dass in Vertretungssituationen effektiv gearbeitet werden kann und möglichst kein Unterricht ausfällt. Für die Erstklässler werden Klassenpatenschaften eingerichtet und es finden auch klassenübergreifende Vorhaben statt. Wichtig ist uns dabei die Verknüpfung von Bildung und Erziehung.

 

Fazit:

Im Rahmen der Erfüllung des in der Landesverfassung und den Schulgesetzen vorgegebenen Bildungs- und Erziehungsauftrags ergeben sich folgende Schwerpunkte in der programmatischen Entwicklungsarbeit der GS Kaan-Marienborn:

--Fortentwicklung und Bereitstellung eines vielseitigen, differenzierten und an Leistungsstandards orientierten Bildungsangebots

--Schaffung einer bedürfnisgerechten, rhythmisierten Angebotsstruktur für einen ganzen Schultag

--Einüben grundlegender demokratischer Prinzipien (Partizipation und Klassenrat)

--Prävention verbaler, körperlicher und sexueller Gewalt, Erziehung zur Toleranz

--Vermittlung häufiger originaler Begegnungen, die das Interesse und die Freude an Natur und Umwelt fördern

--Vermittlung eines kritischen Mediengebrauchs

--Einbeziehung von Eltern und Kooperationspartnern in das Konzept der schulischen Erziehungsarbeit

Bedingt durch die Veränderungen in den Familienstrukturen fällt der Schule immer stärker die Aufgabe zu, Werte zu vermitteln und Erziehungsaufgaben zu übernehmen. Diese Aufgabe sehen wir als Herausforderung an und stellen uns ihr im Rahmen der Offenen Ganztagsschule. Dabei ist uns deutlich geworden, dass wir durch zusätzliche Angebote im Nachmittagsbereich die Lernchancen der Kinder deutlich erhöhen können. Durch die Kooperation und Kommunikation mit allen an der Erziehungsarbeit beteiligten Personen sehen wir Chancen für die Weiterentwicklung unseres Schulentwicklungsprozesses.

 

1.3  Betreuungssituation

Die Offene Ganztagsbetreuung wurde im Schuljahr 2007/2008 in der Trägerschaft des Vereins für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. eingerichtet. Sie gewährleistet die sichere Betreuung von Grundschulkindern und ermöglicht eine Verknüpfung von Bildung, Erziehung und Betreuung.

Die Betreuungszeiten liegen zwischen 11.45 und 16.00 Uhr. Freitags endet die Betreuung um 15.00 Uhr.

Der familiäre Hintergrund der Kinder, die die Betreuung besuchen, ist recht unterschiedlich. In den meisten Fällen besteht der Betreuungsbedarf aufgrund von Berufstätigkeit beider Elternteile oder eines allein erziehenden Elternteils. In einigen Fällen wünschen die Eltern ausdrücklich eine Erweiterung der sozialen Kontakte ihres Kindes (oft Einzelkind oder jüngeres Kind). Eine Gruppe legt besonderen Wert auf die Hausaufgabenbetreuung. Dazu gehören oft Familien, die diese Aufgabe aus verschiedenen Gründen nicht erfüllen können und das Angebot dankbar annehmen.

In den Ferien findet eine Ferienbetreuung für Kinder, deren Eltern berufstätig sind, statt.

 

2.0 Rahmenbedingungen

2.1 Leitziele unserer OGS

--Individuelle Förderung und Eröffnung von Lernchancen durch ganzheitliche und vielfältige Bildungs- und Erziehungsangebote, die auf die unterschiedlichen Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt sind: Die Familien sollen durch Hausaufgabenhilfe entlastet werden.

--Veränderung der Lernkultur durch Verknüpfung von Unterricht, Zusatzangeboten und Freizeit, indem Raum für freien Unterricht und Projekte geschaffen wird: Schule und Betreuungseinrichtung sollen sich gegenseitig anregen. Für das Lernen steht mehr Zeit zur Verfügung.

--Soziales Lernen in altersgemischten Gruppen, durch Angebote, die das Miteinander, die Toleranz und die soziale Kompetenz fördern. Durch intensivere Zuwendung und die Art der Angebote werden die zwischenmenschlichen Kontakte gefördert und das Selbstwertgefühl der Schüler-/innen gestärkt.

--Erweiterung der Mitgestaltungsmöglichkeiten von Eltern sowie der Schülerinnen und Schüler, denen damit auch Verantwortung übertragen wird.

--Öffnung von Schule durch Kooperation mit den Partnern der OGS.

--Kreative Freizeitgestaltung durch das Einbeziehen außerschulischer Angebote (Sport, Musik, Kunst etc.). Damit können auch Kinder aus Familien mit geringem Einkommen musische oder sportliche Betätigungen erlernen, zu denen sie sonst keinen Zugang hätten.

--Qualifizierung des Personals durch entsprechende bedarfsgerechte Fortbildungsmaßnahmen und die Förderung des professionellen Austauschs untereinander: Damit erhalten die an der Erziehung und Bildung Beteiligten ein Forum für gegenseitigen Austausch und Beratung.

Diese Ziele lehnen sich an die im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ formulierten Leitziele an (s. Beiträge zur Reform der Grundschule, Bd. 122, Auf dem Weg zur Grundschule, Arbeitskreis Grundschule, S. 16 ff).

 

2.2  Chancen und Angebote

--Vereinbarkeit von Familie und Beruf

--Verbesserung der ganzheitlichen Bildung durch ein individuelles Förderkonzept in Zusammenarbeit zwischen Schule und OGS

--Unterstützung der familiären Erziehungsleistung

--Soziales Lernen

--Schule als attraktiver Lern & Lebensraum

--Ein warmes Mittagessen mit Bioprodukten

--Vielfältige Spiel- und Bewegungsangebote

--Raum zur Entspannung

--Hausaufgabenhilfe und Förderung durch Fachkräfte

--Ein vielfältiges und abwechslungsreiches AG-Angebot

 

2.3 Raumkonzept

Die Offene Ganztagsbetreuung befindet sich in einem separaten Gebäude. In diesem Gebäude befindet sich ein großer Speiseraum, in dem eine Ausgabentheke integriert ist. Dieser Raum wird für sowohl für das Mittagessen genutzt als auch als Gemeinschaftsraum für Besprechungen mit den Kindern oder Aktionen wie Elterncafés, etc. Ein weiterer großer Raum wird als Gruppenraum genutzt. In diesem Raum befinden sich verschiedene Spielbereiche wie eine Bastelecke und eine Spielecke. An den Gruppenraum grenzt ein kleinerer Raum an, der als Bauecke genutzt wird. Des Weiteren gibt es noch einen kleinen gemütlichen Ruheraum sowie das Büro der OGS-Leiterin.

Das OGS-Gebäude verfügt über eine kleine WC-Anlage für Lehrkräfte, die die Kinder zum Zähne putzen nutzen dürfen.

Für die Hausaufgabenbetreuung werden die Klassenräume genutzt. Ebenfalls werden die AG-Angebote in den Fachräumen (Turnhalle, Musikraum/Aula, Kunst-& Werkraum) ausgeübt.

 

2.4  Personalplanung

Angestrebt ist folgende personelle Besetzung:

-- Feste Gruppe von Mitarbeitern

Sozialpädagogin (in Vollzeit) als pädagogische Leitung, Anerkennungspraktikantin Erzieherin, Mitarbeiterinnen auf 400€-Basis

-- Lehrer-/innen, Lehramtsanwärter-/innen

-- Freie Mitarbeiter-/innen und Honorarkräfte unterschiedlicher Professionen

-- Küchenkräfte für die Essensausgabe

Die pädagogische Leitung ist eine Fachkraft und in der Regel während der Betreuungszeit anwesend. Die Arbeitsstunden der Betreuungskräfte, Küchenkräfte und AG-Leiter orientieren sich an der Gruppengröße und dem Bedarf.

Lehrkräfte werden vorrangig in der Hausaufgabenbetreuung bzw. AG-Zeit eingesetzt.

 

2.5 Finanzplanung

Die Finanzplanung liegt beim Maßnahmeträger. Hier werden enge Abstimmungsgespräche geführt, wie die Kostenverteilung aussieht.

 

3.0 Tagesstruktur

 

3.1  Unterricht am Vormittag

Der Unterricht am Vormittag ist für alle Kinder der Schule ein verbindlicher Bereich. Durch den noch offenen Charakter der Ganztagsschule muss die Stundentafel am Vormittag in vollem Umfang erhalten bleiben. Der Kernunterricht wird in den drei Blöcken in der 1. / 2.  Stunde, der 3. / 4. Stunde und der 5. / 6. Stunde erteilt.

Sport und Bewegung werden in sinnvoller Weise in den Unterrichtsvormittag integriert, und zwar in den regulären Unterricht, in den Pausen und in den Sportfachstunden.

3.2 Zeitstruktur der Betreuung

 

Zeit

Aktivität

8.00 – 11.45 Uhr

betreuungsfrei / Kernunterrichtszeit

11.45 – 12.30 Uhr

Mittagessen Gr. 1 / Freispiel

12.30 -13.20 Uhr

Mittagessen Gr. 2 / Freispiel

13.20 – 14.00 Uhr

Mittagessen Gr. 3 / Freispiel

14.00 – 15.00 Uhr

Hausaufgabenbetreuung

15.00 – 16.00 (Fr. bis 15.00)

AG - Angebote

 

3.3.1 Freispiel

Um dem Bedürfnis der Kinder nach Orientierung und Zugehörigkeit gerecht zu werden und sie in ihrem sozialen Handeln zu stärken, sind die Betreuungsgruppen klassenübergreifend vom 1.-4. Schuljahr.

In der Zeit von 11.45 – 14.00 Uhr können die Kinder frei entscheiden, wie sie die Zeit verbringen. Sie haben die Möglichkeit, drinnen oder draußen frei zu spielen oder an angeleiteten Spielen teilzunehmen.

 

3.3.2 Mittagessen

Um 11.45, 12.30 und um 13.20 Uhr erhalten die Kinder ihr Mittagessen in drei Gruppen. Die Kinder gehen direkt nach dem Unterricht zum Mittagessen.

Das Mittagessen wird von einem externen Anbieter (Cucina/Kinderklinik) geliefert und in der schuleigenen Küche ausgeteilt.

Die Regeln und Rituale nach denen das Mittagessen abläuft wurden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet.

Zum Mittagessen werden ungesüßter Tee und Leitungswasser gereicht.

Da das Mittagessen immer zwei Wochen im Voraus bestellt wird, muss es auch dann von den Eltern finanziert werden, wenn ein Kind an einem Tag fehlt.

 

3.3.3 Hausaufgabenbetreuung

Wichtiges Element der OGS ist die Hausaufgabenbetreuung, in der die Kinder die Möglichkeit erhalten, ihre Hausaufgaben unter fachkundiger Anleitung zu erarbeiten. Eine qualitative Hausaufgabenbetreuung entlastet die familiäre Situation, gewährleistet den intendierten Lern- und Übungseffekt und gestaltet die morgendliche Unterrichtssituation besonders für lernschwächere Kinder deutlich entspannter.

Nach Möglichkeit werden die Hausaufgabengruppen nach Klassenstufen eingeteilt. Die Hausaufgabenbetreuung findet räumlich getrennt in zu diesem Zeitpunkt bereits leer stehenden Klassenräumen statt, damit die Kinder auf Arbeitsmaterialien und ihnen bekannte Hilfsmittel zurückgreifen können. Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre Hausaufgaben selbstständig erledigen. Die Betreuungskräfte sorgen für eine förderliche Arbeitsatmosphäre und stehen den Kindern bei Fragen zur Verfügung. Die Endkontrolle der Hausaufgaben obliegt den Eltern.

Ein überaus bedeutsames Mittel des Austausches zwischen Schule und Elternhaus stellt der „Hausaufgaben-Übergabebogen“ dar:

Der Bogen wird täglich ausgefüllt und enthält Informationen über das Arbeitsverhalten des Kindes und mögliche Schwierigkeiten beim Lösen der Aufgaben. Ebenfalls wird über den Bogen mitgeteilt, wenn ein Kind nicht mit den Hausaufgaben fertig geworden ist und welche Aufgaben es ggf. noch nacharbeiten kann/sollte. Dieser Bogen verbleibt im Klassenraum, sodass die Lehrkraft jederzeit Einsicht nehmen kann. Am Ende der Woche bekommen die Eltern diesen zur Information und Unterschrift.

Desweiteren findet ein Austausch der Lehrkräfte und Betreuerinnen statt, sodass auch individuelle Förderempfehlungen in der Betreuung beachtet werden können.

Freitags werden laut Konferenzbeschluss keine Hausaufgaben erteilt, sodass an diesem Tag keine Hausaufgabenbetreuung in der OGS stattfindet.

 

3.3.4 AG – Angebote

Von 15.00 bis 16.00 Uhr finden Arbeitsgemeinschaften statt. In diesem Bereich stehen Entspannung, Bewegung und Kreativität im Vordergrund. Einzelne AG-Angebote sind klassenübergreifend konzipiert, andere Arbeitsgemeinschaften  sind nach den Bedürfnissen und Voraussetzungen der 1. und 2. Klassen oder nach denen der 3. und 4. Klassen ausgerichtet.

Die Kinder können zu Beginn des Schuljahres und zum Schulhalbjahr die AG-Angebote nach einer „Schnupperzeit“ wählen. Dabei geben die Kinder Erst- und Zweitwunsch an. Bei zu vielen Anmeldungen entscheidet das Los. Nach Anmeldung sind die gewählten AG´s für ein Schulhalbjahr verbindlich.

Die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften ist nicht vorgeschrieben, jedoch ausdrücklich gewünscht. So besteht die Möglichkeit jeden Tag ein Angebot zu besuchen oder nur an bestimmten Tagen.

Die AG-Angebote werden von externen Honorarkräften, Kooperationspartnern, Lehrkräften und von Mitarbeitern des OGS-Teams durchgeführt.

3.3.5 Zähne putzen in der OGS

Seit dem Schuljahr 17/18 haben die OGS-Kinder im Rahmen der OGS-Zeit die Möglichkeit, ihre Zähne zu putzen. Der Arbeitskreis Zahngesundheit hat mit den Kindern die Zahnputztechnik „KAY“ eingeübt, überprüft diese bei Erinnerungsterminen und stellt regelmäßig neue Zahnbürsten zur Verfügung.

 

4. Weitere konzeptionelle Gegebenheiten

4.1  Zusammenarbeit Schule – Offener Ganztag

Für eine gut vernetzte Offene Ganztagsschule ist die Verzahnung zwischen dem unterrichtlichen und dem außerunterrichtlichen Bereich von großer Bedeutung. So nimmt die OGS-Leitung an allen Konferenzen, Dienstbesprechungen, Schulkonferenzen, etc. teil und hat die Möglichkeit, Konferenzpunkte aus dem Ganztagsbereich einzubringen.

Ein ständiger Austausch mit der Schulleitung oder der für die OGS zuständigen Lehrkraft erfolgt in regelmäßigen Abständen. Ebenfalls tauschen sich die Betreuungskräfte nach Bedarf über die Entwicklung der Kinder oder über Verhaltensschwierigkeiten mit den zuständigen Lehrkräften aus.

Im Rahmen der Hausaufgabenbetreuung und der AG-Zeit werden die Kinder auch von Lehrkräften betreut.

4.2  Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf

Während des Schulvormittags werden die Klassenlehrer von GL-Klassen teilweise von Förderlehrkräften unterstützt. Die Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf sollen sowohl im Unterricht weitestgehend im Klassenverband unterrichtet werden als auch in der OGS in der Gruppe betreut werden, um gemeinsames Lernen (Inklusion) zu ermöglichen. Trotz allem halten wir es für wichtig, die GL-Kinder zusätzlich in Kleingruppen zu fördern, um wichtige Bereiche zu bearbeiten und zu vertiefen, sowie Schwierigkeiten aufzuarbeiten.

Diese Förderung ist auch im Offenen Ganztag im Bereich der Hausaufgabenbetreuung von Vorteil, da sich hier nochmal sehr intensiv mit den Kindern beschäftigt werden kann und die Förderlehrkräfte die Kinder bei der Bearbeitung der Hausaufgaben auf besondere Weise unterstützen können.

4.3  Partizipation

Da wir die Wünsche und Anregungen der Kinder ernst nehmen, spielt die Mitbestimmung der Kinder im Ganztagsbereich eine zentrale Rolle. Die Kinder sollen an der Auswahl der Angebote beteiligt werden und selbst Vorschläge einbringen. Die OGS wird als zusätzliche Chance angesehen, demokratische Verhaltensweisen einzuüben.

Die positive Erfahrung, dass sich das Kind verstanden und ernst genommen fühlt, etwas bewirkt und etwas erreicht, ist für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung von entscheidender Bedeutung. Desweiteren fördert die Mitbestimmung die Identifikation mit der Ganztagsgruppe und das Kommunikationsverhalten.

Auch bei der Erarbeitung der Regeln wird großer Wert auf die Mitbestimmung der Kinder gelegt. So stellen die Kinder die Regeln und Konsequenzen zu verschiedenen Bereichen der OGS unter der Fragestellung „Wie fühle ich mich in der Betreuung wohl“ selbst auf. Um Dinge zu besprechen, oder aber auch Regeln zu evaluieren sind die Gruppenversammlungen mit allen Kinder der Ganztagsbetreuung wichtig. Durch das Kinderparlament möchten wir das Gruppenklima und die Zusammengehörigkeit in der OGS stärken. Weiterhin sollen personale und soziale Kompetenzen der Kinder durch die   Gruppenversammlungen gestärkt werden.

Das Kinderparlament findet nach Bedarf vor den Hausaufgaben (13.45-14.00 Uhr) statt. In dieser Zeit werden aktuelle      Probleme und Wünsche besprochen und die OGS-Sprecher (Gruppensprecher) kommen zu Wort.Es werden zwei Gruppensprecher (Junge/Mädchen) und zwei Vertreter (Junge/Mädchen) für ein Schuljahr gewählt. Sie fungieren als Bindeglied zwischen den Mitarbeitern und den Ganztagskindern.

Zum Ende des Schuljahres wird eine Umfrage rund um das Thema „Zufriedenheit“ in der OGS durchgeführt.

 

4.4 Elternmitwirkung

Zu Beginn eines Schuljahres findet in der OGS ein Elternabend statt. An diesem Abend werden die Elternvertreter für ein Schuljahr gewählt. Die Elternvertretung sollte als Bindeglied zwischen OGS und Elternschaft fungieren. Die Aufgabe der Elternvertreter ist die Beratung über Angelegenheiten, die die OGS betreffen, Anträge von Eltern entgegennehmen, Vorschläge und Anregungen für die pädagogische Arbeit geben, die Mithilfe bei der Planung und Durchführung von OGS-Veranstaltungen und gemeinsame Aktionen mit Kindern, Eltern und Betreuern planen.

Bei Bedarf können zusätzliche Elternabende stattfinden.

Im Rahmen des allgemeinen Elternsprechtages der Schule bietet auch die OGS Gesprächstermine an. Eine Anmeldung hierfür ist erforderlich. Bei Bedarf können jederzeit individuelle Gesprächstermine mit der OGS-Leitung oder den OGS-Mitarbeitern vereinbart werden.

Jährlich wird eine Elternumfrage durchgeführt, in der die Zufriedenheit mit der Ganztagsbetreuung abgefragt wird. In diesem Fragebogen können die Eltern, Lob, Kritik und Anregungen äußern.

Vor jeden Ferien findet ein OGS-Café statt, zu dem alle Eltern zu einem gemütlichen Zusammensein eingeladen werden. Zudem findet jährlich ein „Tag der offenen Tür“ statt, zu dem alle Eltern, Kinder und Lehrer/-innen eingeladen werden.

 

4.5  Ferienbetreuung

Die OGS Kaan-Marienborn bietet eine Ferienbetreuung von 8.00-16.00 Uhr (freitags bis 15.00 Uhr) für eine Woche in den Osterferien, zwei Wochen in den Sommerferien und eine Woche in den Herbstferien an. Die Anmeldung für die Ferienbetreuung ist freiwillig, aber verbindlich und muss 2 Wochen vor den Ferien erfolgen. Für die Ferienbetreuung können zusätzliche Kosten (z.B. für Frühstück, Mittagessen, Ausflüge und Eintrittsgelder) anfallen, die nach der verbindlichen Anmeldung und vor Ferienbeginn zu entrichten sind.

 

4.6 Weiterbildungen

Fort- und Weiterbildungen werden stetig in Anspruch genommen, dabei werden Tandem-Maßnahmen ebenso (Schulleitung im Team mit OGS-Leitung) gezielt besucht.

 

4.7  Qualitätsmanagement

Uns ist an einer stetigen Entwicklung gelegen, so dass wir kontinuierlich unsere Arbeit evaluieren und darauf aufbauend weiterentwickeln.

 

Siegen, November 2018

D.Schönfelder                          J. Biazeck

(Rektorin)                                (OGS-Leiterin)   

   
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