Leitfaden für Lehramtsanwärter/innen

 

Vorbereitungsdienst

 

1.Arbeitszeit:

Der Vorbereitungsdienst umfasst ca. 18 Monate mit einer Arbeitszeit von durchschnittlich 14 Wochenstunden. Davon entfallen auf den selbstständigen Unterricht in zwei vollständigen Schulhalbjahren durchschnittlich 9 Wochenstunden. Die Lehramtsanwärter sollen, wenn möglich, die Arbeit des Offenen Ganztages (OGS) kennen lernen und in den Stundenplan integrieren. Der/die Lehramtsanwärter/Lehramtsanwärterin nimmt an allen Dienstbesprechungen, Konferenzen und SchiLfs teil. Darüber hinaus nimmt er/sie in Absprache an Elternabenden, Elternsprechtagen, Klassenausflügen und –feiern und Informationsveranstaltungen teil.

2.Organisation

Nach Zuteilung zu der Grundschule Kaan-Marienborn nimmt der/die Lehramtsanwärter/in Kontakt zur Schule auf. In einem Vorgespräch mit der Schulleiterin Frau Schönfelder und der ABA Frau Weber werden erste Absprachen zum Verlauf des Vorbereitungsdienstes getroffen. Das Ausbildungsprogramm, sowie Informationen zur Schule werden dem/der Lehramtsanwärter/in ausgehändigt (siehe Anlange) und er/sie lernt die Schule in einem Schulrundgang kennen.

Am ersten Tag des Vorbereitungsdienstes erscheint der/die Lehramtsanwärter/in um 7: 45 Uhr in der Schule bei der Schulleitung und füllt die nötigen Dokumente (siehe Anlage) im Sekretariat aus. Nach einer Hospitationsphase von 4 Tagen, in welcher der/die Lehramtsanwärter/in die verschiedenen Klassenstufen kennenlernt, erstellt er/sie in Absprache mit den Mentoren einen Stundenplan, in welchem die zwei Ausbildungsfächer möglichst ausgeglichen vertreten sind. In dem ersten Quartal hospitiert der/die Lehramtsanwärter/in und unterrichtet erste Unterrichtsstunden und –reihen in Absprache. Das BPG wird durchgeführt. 

Ab dem 2. Quartal unterrichtet der/die Lehramtsanwärter/in 9 Stunden selbstständigen Unterricht. In den übrigen 5 Stunden Ausbildungsunterricht plant und unterrichtet er/sie in Absprache mit dem/der Mentor/in. Planungen des Unterrichts, insbesondere von Unterrichtsbesuchen sollen dem/der Mentor/in rechtzeitig vorliegen, um eine umfassende Beratung zu gewährleisten.

Im 4. Quartal hat der/die Lehramtsanwärterin 14 Stunden Ausbildungsunterricht, in welchem er/sie viele Unterrichtserfahrungen sammelt und regelmäßig Rückmeldungen erhält. 

Ansprechpartner für den Vorbereitungsdienst ist neben den Mentoren/innen auch Frau Weber (ABA). Die Schulleiterin, Frau Schönfelder, verfasst auf Grundlage der Mentorengutachten an Absprache mit Frau Weber ein Endgutachten, welches spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin dem/der Lehramtsanwärter/in und dem ZfsL Siegen vorliegt.

 

3.Erwartungen an den/die Lehramtsanwärter/in und an den/die Mentor/in:

Im Verlauf des Vorbereitungsdienstes übernimmt der/die Lehramtsanwärter/in zunehmend mehr Verantwortung für die Planung und Durchführung des Unterrichtes. Der/die Mentorin steht beratend zur Seite. Regelmäßig werden mit dem/der Mentorin Unterrichtsbeobachtungen und eigene unterrichtspraktische Tätigkeiten reflektiert.

Der/die Mentorin zeigt sich kooperativ und offen für Ideen des/der Lehramtsanwärters/in und ermöglicht Freiräume, um sich auszuprobieren. Der/die Mentorin trägt zusammen mit der Schulleitung dafür Sorge, dass der Vorbereitungsdienst entsprechend der rechtlichen Vorgaben erfolgen kann.

Unterrichtsbesuche teilt der/die Lehramtsanwärter/in rechtzeitig in der Schule mit, damit entsprechende Änderungen im Vertretungsplan vorgenommen werden können.

Die Schulleiterin gestaltet den Vertretungsplan so, dass der/die Mentorin möglichst immer an den Nachbesprechungen teilnehmen kann.

Der/die Lehramtsanwärter/in bringt sich aktiv ins Schulleben und in Konferenzen mit ein und arbeitet gerne im Team mit den Kollegen/innen.

 

 

 

4.Inhalte des Vorbereitungsdienstes:

 

 

Quartal

1. 6 Auswertung von Unterricht im selbstständigen Unterricht, Unterricht unter Anleitung, Unterricht im Team, Gruppenhospitation

- gemeinsames Planen von Unterricht

 

- Teamteaching

 

- Unterrichten

 

- Reflexionsgespräche, Unterrichtsskizzen,

 

- Beziehung zu den Kindern und Kollegen aufbauen

 

- Beobachtungsaufgaben

 

- Gemeinsame Unterrichtsplanung mit Mentorin

 

- Hospitationen bei verschiedenen Lehrern

 

2.6

Den Erziehungsauftrag und das Erziehungskonzept der Schule vertreten

- Schulprogramm lesen und anwenden

 

- Regelkatalog /Schulordnung kennen

 

- Teilnahme an Elternabenden

 

- Teilnahme an Elternsprechtagen /Elterngesprächen

 

- Teilnahme am Tag der offenen Tür

 

- Teilnahme am Sportfest

 

- Teilnahme am Elternabend für zukünftige Erstklässler

 

- Leiten des Klassenrates

 

5.2

Heterogenität als Potential für Unterricht und Schulleben nutzen

 

 

 

 

- An Patenaktionen teilnhemen

 

- GL- Konzept kennenlernen

 

- Kleingruppenförderung übernehmen

 

- Differenzierungsmöglichkeiten erkennen

 

5.6

Gemeinsames Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung/ sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gestalten

- In GL-Klassen unterrichten /hospitieren

 

- Über den Unterstützungsbedarf eines Kindes informieren, Gespräche mit GL-Lehrern führen

 

- AO-SF Verfahren miteinleiten

 

- Aufgaben in der GL-Förderung übernehmen

 

6.1

Berufliche Erfahrungen in multiprofessionellen Zusammenhängen gemeinsam reflektieren und Konsequenzen ziehen

- Teilnahme an Konferenzen

 

- Teilnahme an der Schulkonferenz

 

- OGS kennenlernen, an AG’s teilnhemen, hospitieren

 

- Regelmäßige Besprechungen mit Mentoren

 

- Mit Parallelkollegen gemeinsam planen

 

- Kooperation mit Kindergarten kennenlernen (Gespräch über Einschulung)

 

- Teilnahme an SCHILFs

 

2.4

In Gewalt- und Konfliktsituationen deeskalierend handeln.

- Anti-Gewalt-Konzept kennenlernen

 

- Bei Cool-Strong-kids hospitieren /Mobis/“Unsere Klasse wird ein team“

 

- Pausenaufsichten übernehmen

 

- Konfliktgespräche im Klassenrat beobachten

 

- Kennenlernen des Notfallplans

 

- Klasseninterne Regeln kennenlernen und Konsequenzen durchsetzen

 

5.1

Heterogenität in den Lerngruppen in ihren vielfältigen Ausprägungen (genderbezogen, begabungsdifferenziert, interkulturell, sozial) wahrnehmen und diagnostizieren

 

 

 

 

 

- Diagnoseverfahren kennen lernen, durchführen und auswerten (SLS, HSP, Elfe)

 

- Feststellung von Förderbedarf

 

- Teilnahme an Förderunterricht, Begleiten von Fördermaßnahmen

 

- Förderpläne schreiben

 

- Tests auswerten, Diagnose durchführen

 

- Teilnahme /Mitdurchführung der Eingangsdiagnostik, Einschulungsspiel

 

6.2

Sich an Planung und Umsetzung schulischer Projekte und Vorhaben kontinuierlich beteiligen und Neues in kollegialer Zusammenarbeit erproben

 

- Sich an der Schulentwicklung beteiligen, Schulprogramm fortschreiben

 

- Mitgestaltung von Schul- und Klassenfesten

 

- Mitgestaltung von Einschulungsfeier / Schulgottesdienst / Abschluss- oder Weihnachtsfeier

 

- Mitgestaltung einer Projektwoche / Schulfestes / Tag der offenen Tür

 

6.5

In schulischen Gremien aktiv mitwirken

- Teilnahme an Lehrerkonferenzen, Schulkonferenzen, Klassenpflegschaftssitzungen, Teilkonferenzen, GL-Konferenzen,

 

- Mitplanung /-gestaltung von Einschulungsfeier oder Gottesdienst

 

2.5

Außerunterrichtliche Situationen erzieherisch wirksam werden lassen

- Teilnahme an Klassenfahrten, Wandertagen, Ausflügen, Museumsbesuchen, Theaterbesuchen

 

4.1

Schulische Beratungsanlässe erkennen und angemessen gestalten

4.2

Eltern anlass- und situationsbezogen beraten

- Übergänge begleiten: An Beratungsgesprächen Klasse 4 teilnehmen

 

 

 

- Teilnahme am Einschulungsspiel

 

 

- Elterngespräche / Gespräche mit Kindern durchführen

 

5.5

Sprachentwicklung der Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung von Unterricht in allen Fächern berücksichtigen

 

 

 

 

 

- Arbeitsblätter differenziert gestalten

 

- Sprachliches Vorbild sein

 

6.4

Sich an internen und externen Evaluationen beteiligen und die Ergebnisse für die systematische Unterrichts- und Schulentwicklung nutzen

- Schulprogramm mitentwickeln

 

 

- Elternevaluation begleiten

 

- Teilnahme an VERA

 

1.7

Chancen des Ganztags nutzen und gestalten

 

 

 

- Hospitation in der OGS, aktive Teilnahme

 

- Übernahme von einer AG oder Hausaufgabenbetreuung

 

2.7

Mit außerschulischen Partnern kooperieren

- Teilnahme an Gesprächen mit Schulberatungsstelle /Schulpsychologischer Dienst

 

 

- An Gesprächen mit Jugendamt teilnehmen

 

 

 

5.Anlagen:

Verschwiegenheitserklärung

Erziehungsvereinbarung der Grundschule Kaan-Marienborn

Kurzbeschreibung der Schule

Belehrung zum Infektionsschutz

 

   
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