Aktuelles  

   

Anti-Gewalt-und Konfliktkonzept an der GS Kaan-Marienborn

1. Allgemeines

Ein gewaltfreies Miteinander steht an unserer Schule ganz weit oben. Aus diesem Grund hat die Schulkonferenz im Schuljahr 2012/2013 beschlossen, das bisherige Anti-Gewalt-Programm der 3. Klassen „Cool Strong Kids“ in umfassender Weise auf alle Jahrgangsstufen unserer Grundschule auszuweiten und ein entsprechendes Konzept auf den Weg zu bringen.

Dieses Konzept soll nun alle Jahrgänge einbeziehen und Jahr für Jahr aneinander anknüpfen und aufeinander aufbauen. Sofern Mittel und Kapazitäten vorhanden sind, haben wir folgende Maßnahmen im Rahmen eines Anti-Gewalt- und Konfliktkonzeptes vorgesehen.

 

2. Tabellarischer Überblick

Klasse

Maßnahme

Veranstalter/Betreuer

1

„Training zur sozialen und emotionalen Förderung“

Frau Kemper, Frau Biazeck

2

„Sozialtraining“

Mobis

3

„Cool Strong Kids“

Herr Egerding

4

„Unsere Klasse wird ein Team“

Stadt-Jugendpflege

 

Der Förderverein der Schule sieht vor, pro Jahr im Rahmen des oben kurz dargestellten Konzeptes einen Elternbeitrag von 10,- Euro pro Kind einzusammeln und zum entsprechenden Zeitpunkt bereit zu stellen (leider ist die Schule dennoch auf Spenden und Sponsoring bezüglich der Projektverwirklichung angewiesen).

 

3. Projektbeschreibungen

„Training zur sozialen und emotionalen Förderung“ (Klasse 1)

In der Jahrgangsstufe 1 führt Frau Kemper (Lehrkraft) in Absprache mit Frau Biazeck (Leiterin der OGS) ein Programm zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen durch (nach F. Petermann et al.). Das Training umfasst etwa 26 Trainingsstunden à 45 Minuten, welches in den Stundenplan der Erstklässler integriert ist.

Der Aufbau der Trainingsstunden ist immer gleich strukturiert:

Die Trainingseinheiten sind jeweils in eine „Schatzsuche“, bei der die Kinder verschiedene „Schatzsuchaufgaben“ erledigen dürfen, eingebettet. Begleitet wird die Lerngruppe durch eine Chamäleon-Handpuppe namens „Ferdi“. Sowohl die Schatzsuche als auch die Handpuppe stellen einen hohen Motivationscharakter für die Kinder dar und bieten somit einen hohen Anreiz zur Mitarbeit.

 

Projektziele:

  • Verbesserung der sozialen Wahrnehmung
  • Sensibilisierung der Selbst- und Fremdwahrnehmung für Gefühle
  • Förderung emotionaler und soziale-emotionaler Fertigkeiten
  • Förderung des Problemlöse- und Konfliktmanagements
  • Verbesserung der Selbstkontrolle und Selbststeuerung
  • Aufbau prosozialen Verhaltens

 

Soziales Lernen (Klasse 2)

Mit dieser Konzeption für einen Projekttag zum Thema „Soziales Lernen durch Bewegung und Spaß“ – Wir arbeiten an unserer Klassengemeinschaft! soll ein Beitrag zur schulischen Auseinandersetzung mit den Themen „Soziales Lernen“ und „Konfliktmanagement“ geleistet werden.

Eine speziell erarbeitete Konzeption von Pädagoginnen und Pädagogen des Veranstalters Mobis ist ein Angebot, Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu einer intakten Klassengemeinschaft zu begleiten und zu unterstützen, indem Sozialkompetenz und Konfliktlösungsstrategien im Schulalltag thematisiert und gefördert werden.

 

COOL STRONG KIDS „Gewaltprävention in der Grundschule“ (Klasse 3)

Gewalt an und unter Kindern ist leider kein Einzelfall und wird teilweise sogar als erhebliches Problem wahrgenommen. Eltern und Lehrer stehen großen Herausforderungen gegenüber, Kinder auf dem Weg in die Selbstständigkeit angemessen zu begleiten.

Auf der Basis eines erprobten Konzeptes stellen sich die Trainer von COOL STRONG KIDS Vereins für Gewalt- & Kriminalprävention e.V. auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Kinder ein und arbeiten mit ihnen praxisnah und lösungsorientiert.

Viele Kinder unserer Schule hatten bereits im ev. Familienzentrum "Kunterbunt" die Möglichkeit, an dem Kita-Projekt "Ich bin doch kein Heini" teilzunehmen und unseren Kooperationspartner von COOL STRONG KIDS, Herrn Egerding, kennen zu lernen und sich im Rahmen der angebotenen Veranstaltung aktiv mit der Thematik auseinander zu setzen (zu diesem Projekt sind übrigens auch jedes Jahr unsere Schulkinder der ersten und zweiten Klassen in die Kita eingeladen).

Im Rahmen von insgesamt fünf Projekttagen (innerhalb von drei bis vier Schulwochen)  sollen die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu starken und selbstständigen Persönlichkeiten durch ihr schulisches und soziales Umfeld begleitet werden.

Der Aufbau der Seminare ist so gestaltet, dass zu jeder theoretischen Einheit ein Spiel gehört, welches das anstehende Lernfeld für die Kinder spielerische eröffnet. Anschließend wird mit gezielten Übungen und Rollenspielen das Gelernte vertieft, um es besser begreifbar zu machen. Etwa nach dem Motto „wie fühlt es sich an, was ich da mache?“.

 

Auch die Eltern haben eine wichtige Rolle in diesem Konzept, denn es gibt zu jedem Projekttag „Hausaufgaben für die Eltern“. Verbunden damit sind es einige wenige Fragen, die zusammen mit dem Kind bearbeitet werden sollen, damit sich das Gelernte vertiefen kann, die Eltern über die Inhalte des Projektes kontinuierlich informiert sind und nicht zuletzt ein Austausch mit dem Kind rund um das Thema „Gewalt“ stattfinden kann.

 

„Unsere Klasse wird ein Team“ (Klasse 4)

Die Ansprüche an Schülerinnen und Schüler haben sich im Laufe der vergangenen Jahre verändert. Das Hervorbringen der eigenen Persönlichkeit und Leistungsfähigkeit ist ebenso gefragt wie Sozialkompetenz und Teamfähigkeit.

Die Maßnahme zur Förderung der Klassengemeinschaft „Unsere Klasse wird ein Team“ ist als eine Tagesveranstaltung zum Thema Klassengemeinschaft/Teambildung entwickelt worden und wird von Sozialpädagogen des Jugendamtes der Stadt Siegen, Abteilung Kinder- und Jugendschutz, betreut.

Angeboten werden Übungen, die das Kennenlernen untereinander, sowie das Miteinander und die Rücksichtnahme im Klassenverband fördern (Coolnesstest; Bank sortieren). Im Vordergrund steht das gemeinsame Erleben und die Erkenntnis: „Gemeinsam sind wir stark – unsere Klasse wird ein Team“. Hierzu werden die Schülerinnen und Schüler vor Aufgaben gestellt, die sie nur bewältigen können, wenn sie ein hohes Maß an Teamgeist und Kommunikation entwickeln und jeder einzelne Teilnehmer mit einbezogen wird (Säureteich; Spinnennetz; Atomtransport).

Weitere Übungen haben ihren Schwerpunkt in der Selbsterfahrung und dienen der Stärkung und Unterstützung der eigenen Persönlichkeit. Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre eigenen Grenzen kennen und ihre Stärken und Schwächen einzuschätzen (Sinnesparcours; Kletterwand; Kistenklettern).

   
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